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Kunstschule 2020
Nachhaltige Strukturen für kulturelle Teilhabe

Das Landesprogramm ist so erfolgreich, dass es in 2015/2016 unter dem neuen Untertitel "Nachhaltige Strukturen für kulturelle Teilhabe" bereits in die 3. Förderrunde geht.

Seit 2010 führen das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Landesverband der Kunstschulen Niedersachsen e.V. in Zusammenarbeit mit der Regionalberatung der Landesarbeitsgemeinschaft Soziokultur in Niedersachsen e.V. das Programm „Kunstschule 2020“ durch.


Im Rahmen des Programms stellen sich die Kunstschulen auf den Prüfstand und suchen nach zukunftsfähigen Lösungen für ihre Einrichtung. „Kunstschule 2020“ begleitet Kunstschulen in der Entwicklung und Umsetzung neuer Organisations-, Angebots- und Finanzkonzepte, wodurch es zur Struktursicherung der Einrichtung und zur Professionalisierung der in den Kunstschulen Tätigen beiträgt.


Schwerpunkte in „Kunstschule 2020“ sind neben der Organisations- und Personalentwicklung der Ausbau von Kooperationen, Ideen und Maßnahmen für eine Einrichtungsleitung in Kombination zwischen Hauptamt und Ehrenamt sowie die Konzeption von neuen inhaltlichen Formaten zur Profilierung der Kunstschule.


Die Strukturfördermaßnahme ist bestrebt, in der Verknüpfung von Motivierung, Professionalisierung und begleitendem Veränderungsmanagement, die Kunstschulen für die Entwicklung von Organisations-, Angebots- und Finanzstrukturen zu befähigen, so dass die zukünftigen Einrichtungen bzw. Organisationen unter sich wandelnden Rahmenbedingungen vor Ort gut aufgestellt sind und sich aktiv, vorausschauend und (mit)gestaltend einbringen können.


Absicht der Maßnahme ist insofern die Ausbildung und Stärkung der Handlungskompetenz der Kunstschulen (bzw. der in ihnen Tätigen) im politischen, inhaltlichen und strukturellen Arbeiten, um die dann wie auch immer geartete Einrichtung oder Organisation Kunstschule zukunftsfähig zu machen.

Die Herausforderungen und Perspektiven

Die Herausforderungen, vor denen die Kunstschulen heute stehen, haben in den letzten Jahren deutlich zugenommen. Sie beeinflussen Existenz und Praxis der Kunstschulen, so dass Anforderungen wie Potenziale den strukturellen Voraussetzungen und Ressourcen der Kunstschulen nicht mehr entsprechen.


Partner profitieren von Kooperationen mit Kunstschulen

Kunstschulen stehen seit Einführung der Ganztagsschulen und des Rechtsanspruchs auf einen beitragsfreien Kitaplatz vor einem Paradigmenwechsel, da sie den Rückgang an TeilnehmerInnen nur durch den Ausbau von Kooperationen auffangen können. Diese Kooperationen werden für die Kunstschulen in Zukunft alternativlos sein. Damit aber der Übergang gelingen kann, ist ein an Qualitätskriterien ausgerichtetes Bildungsmanagement erforderlich, das inhaltliche, methodische, organisatorische, rechtliche und finanzielle Kriterien berücksichtigt.


Kunstschulen brauchen Strecke statt Sprints

Mit der zunehmenden Ablösung der institutionellen Förderungen durch Projektförderungen, dem demografischen Wandel innerhalb der Kunstschulen und der Veränderung des ehrenamtlichen Engagements befinden sich ca. 50 % der Kunstschulen in Niedersachsen in einem Dilemma. Denn die ehrenamtliche Geschäftsführung von Kunstschulen ist nicht mehr zeitgemäß, da sie den hohen Erwartungen an Professionalität und Präsenz der Kunstschule in der Kommune widerspricht. Besonders dort, wo aus Altersgründen eine Nachfolge der ehrenamtlichen Leitung gesucht wird, ist der Fortbestand der Kunstschule gefährdet, da sich jüngere Generationen ein unbezahltes Hauptamt nicht leisten können und darüber hinaus vorübergehende Engagements vorziehen. Bedarf und Gewinn einer hauptamtlichen, professionellen Kunstschulleitung sind in dem Landesprogramm „Kunstschule 2020“ nur allzu deutlich geworden. Die Erfahrungen in dem Programm zeigen, dass unter einer soliden und kontinuierlichen Finanzierung Kunstschulen zur kulturellen Teilhabe aktivieren und innovative Praxisformen und Projektformate im Umfeld eröffnen.


Die Publikation

Ihre Erfahrungen und Ergebnisse haben die Kunstschulen ausführlich und anschaulich in der aktuellen Publikation „Kunstschule 2020“ beschrieben. Die Veröffentlichung ist nicht nur Dokumentation und Auswertung. Gleichzeitig ist sie informativ, wirbt für die Einrichtungsform „Kunstschule“ und empfiehlt sich als Ratgeber.

NEU NEU NEU!!!
In 2015 und 2016 werden im Rahmen des Lansdesprogramms "Kunstschule 2020" die folgenden 15 Kunstschulen gefördert:

  • Kunstschule Kube Bederkesa e.V.
  • Kunstwerkstatt im Cuxhavener Kunstverein e.V.
  • Spuk - Spiel und Kunst Samtgemeinde Freren e.V.
  • Kunstschule Paletti Georgsmarinhütte e.V.
  • Kunstschule KunstWerk e.V., Hannover
  • Kunstschule Hildesheim e.V.
  • Kunstschule Kiebitz e.V., Jever
  • jukus e.V., Laatzen
  • Kunstschule Ikarus e.V., Lüneburg
  • Kunstschule im Meppener Kunstkreis e.V.
  • Jugendkunstschule Neustadt am Rübenberge e.V.
  • Kunstschule PINX im Kunstverein Schwarmstedt e.V.
  • Kinder- und Jugendkunstschule Wedemark e.V.
  • Abraxas, Jugendkreativwerkstatt Kunstschule Westerstede e.V.
  • Kunstschule Wunstorf e.V.

Siehe auch Pressemitteilung des MWK vom 06.03.2015.


In 2013 und 2014 sind folgende Kunstschulen gefördert worden:

  • Kunstschule im Kunstverein Achim e.V.
  • Kunstschule Kube Bederkesa e.V.
  • Kunstwerkstatt e.V., Bad Münder e.V.
  • Kunstschule Noa Noa e.V., Barsinghausen
  • Kunstwerkstatt im Cuxhavener Kunstverein e.V.
  • Spuk - Spiel und Kunst Samtgemeinde Freren e.V.
  • Kunstschule Paletti Georgsmarinhütte e.V.
  • Kunstschule Hildesheim e.V.
  • Kunstschule Kiebitz e.V., Jever
  • Kunstschule Ikarus e.V., Lüneburg
  • Jugendkunstschule Neustadt am Rübenberge e.V.
  • Klex Kunstschule Oldenburg e.V.
  • Kunstschule Mittelweser e.V., Stolzenau
  • Kunstschule Wunstorf e.V.

 

Im Förderzeitraum 2010 bis 2012 nahmen die nachstehenden Kunstschulen am Programm teil:

 

  • Kunstwerkstatt in der Jugendmusikschule Bad Münder e.V.
  • Kunstwerkstatt im Cuxhavener Kunstverein e.V.
  • Kunstschule Paletti Georgsmarienhütte e.V.
  • Kunstschule KunstWerk e.V., Hannover
  • Freie Kunstschule Leer i. d. Karl-Ludwig-Böke-Gesellschaft e.V.
  • Kunstschule Lingen im Kunstverein Lingen e.V.
  • Kunstschule Ikarus e.V., Lüneburg
  • Kunstschule im Meppener Kunstkreis e.V.
  • Kunstschule Norden e.V.
  • Kunstschule der Städtischen Galerie Nordhorn
  • Musik- und Kunstschule Osnabrück
  • Kunstschule PINX im Kunstverein Schwarmstedt e.V.

Siehe auch Pressemitteilung des MWK vom 12.12.2012.


Dieses Landesprogramm ist in seiner Konzeption und Kooperation bundesweit einzigartig. Das Entscheidende aber ist, dass der bisherige Projektprozess mit vorbereitenden Workshops sowie mit den individuellen Beratungsleistungen der RegionalberaterInnen gezeigt hat, dass dieses Programm auf die Bedarfe zur Stabilisierung der Kunstschulen, auch der etablierten Einrichtungen, sehr gut zugeschnitten ist.

 

 

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Kunstschüler erkennt man